Montag, 3. November 2008

Sapper(p)lot!

Meine Figuren werden langsam immer lebendiger. Interessanterweise sind es diesmal die Erwachsenen, die sich in die erste Reihe drängen und mitten in meine Bemühungen, mich an Lisas wundervolles "Drei-Akt-Modell" zu halten, mit ihren Befindlichkeiten platzen. Weil diese aber wirklich spannend sind, lass ich sie einfach mal gewähren. Sie ahnen wahrscheinlich noch nicht, dass das meiste davon, was sie mir jetzt erzählen, wenn überhaupt nur indirekt in den Plot einfließen wird. Schließlich soll es ein Jugendkrimi werden und da haben die Erwachsenen nun einmal keinen Platz in der fußfreien Zone. Aber dennoch brauche ich all das Hintergrundwissen, das sie mir jetzt beim Brainstormen so freimütig zur Verfügung stellen. Ihre Geschichte wird zum Geländer, an dem meine Hauptdarsteller dann ihrem Weg gehen können - falls ich jemals Zeit haben werde, mich mit deren Geschichte zu befassen. Momentan prügeln sich die Großen wie die Kinder um meine Aufmerksamkeit.
Vielleicht meinen sie, damit als Jugendliche durchzugehen ;-)
Ich bin gespannt, wie lange sich die Jugend diese Midlifcrisis der Altvorderen noch anschauen werden. Ich erwarte jedenfalls jederzeit ein deutliches "Sapperlot! Jetzt kommen wir!"
Oder ist die Jugend von heute zu gut erzogen?

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Hi Gabi,
Jugendbücher schreiben finde ich besonders schwierig´und habe mich deshalb noch nicht daran gewagt. Die Jugendlichen wissen sich ja in der Pubertät selbst nicht richtig einzuordnen. Wie sollen wir das dann als Erwachsene tun und zwar so dass es echt klinkt ohne in pseudomäßiges Jugendsprech zu verfallen - voll fett krass ei!

teamor hat gesagt…

Hallo Alexander!
Willkommen, willkommen in meiner gemütlichen Runde!
Ich finde ja gerade Jugendbücher besonders spannend zu schreiben. Weil ich sowohl mit der "mir steht die ganze Welt offen"-Mentalität arbeiten kann und gleichzeitig diese Welt noch so viele Geheimnisse birgt, die es zu erobern gilt.
Mit der Sprache hab ich, glaub, ich keine Schwierigkeiten (zumindest wenn ich dem Feedback von meinen Testlesern und der Lektorin Glauben schenken darf). Ich denke, am wichtigsten ist es, seine EIGENE Jugend-Sprache zu finden und die dann durchzuhalten. Ein Anbiedern an irgendwelche Sprüche wäre für mich absolut abschreckend :-)
Liebe Grüße
Gabi