Samstag, 20. September 2008

Bauch und Kopf

Mein Kopf hat heute wieder viel Futter bekommen.
Ich könnte Meisterin D. stundenlang lauschen, wie sie von diversen Wende-, Höhe- und Tiefpunkten erzählt und mir anhand von Bildern aller Art die Dramaturgie einer richtig aufgebauten Geschichte erklärt.
Ich habe mich heute als eine bevorzugt Charaktergetriebene selbstidentifiziert, die immer zuerst ihre Protagonisten um sich schart und dann erst auf die Suche nach der passenden Handlung für ihre Küken geht. Sowas ist gut zu wissen. Denn die Erfahrung aus vorangegangenen Werken kann davon berichten, wie oft ich mich schon in Abläufe verrannt habe, die nie und nimmer zu der Figur gehört haben, die ich da durchschicken wollte. Schon im Vorfeld können solche Umwege also vermeiden werden.
Ich werde dieses theoretische Wissen hoffentlich bald einmal mit dem nächsten Plot dem Praxistest unterziehen.

Was mich aber wirklich so richtig narrisch gefreut hat, war die Tatsache, dass ich - ahnungslos und naiv, wie ich nun mal bisher war - bei meinem Krimi doch tatsächlich ganz instinktiv all diese Hoch-, Tief- und Wendepunkte an die richtigen Stellen gesetzt habe.
Dass manchmal der Bauch schon was weiß, wovon der Kopf null Ahnung hat, beruhigt mich irgendwie. Was nicht bedeutet, dass es nicht noch viel mehr beruhigen kann, dem Bäuchlein die Kopfrechnung zur Überprüfung an die Seite zu stellen :-)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach, Gabi,

ich finde mich so wieder in deinen Postings zum Workshop - und werde ganz melancholisch. Näää, war das schön.

Ich freu mich schon wie ein Bär auf Januar, da ist der Aufbaukurs in Berlin.

Es gibt ja noch soooo viel zu lernen.

Viel Spaß weiterhin, meine Süße!

Ruth

Anonym hat gesagt…

Liebe Gabi,

meinen Kopf lasse ich bei allen Hoch-, Tief- und Wendepunkten vollkommen draußen. Das macht mein Bauch von sich aus richtig und ich glaube, es kann durchaus kontraproduktiv sein, über etwas, das man aus dem Gefühl heraus richtig macht (Stehen, Gehen, Atmen, Höhepunkte setzen), zu viel nachzudenken
;-).

Es lebe der Bauch!
Christine