Donnerstag, 18. Oktober 2007

Flügellahm

Ich dachte schon, dass mein Exposé eine lahme Ente ist.
Aber nach dem heutigen Tag ist es zu einem Grillhendl mutiert - und das ist noch zu freundlich ausgedrückt... Ganz ehrlich? Es ist ein Hahn am Mist...
Und dort ist es inzwischen auch gelandet. :-)

Ich entleibe mich deshalb aber nicht (gell, Ruth :-) Ich brauch mein Seelengefäß noch...)!
Im Gegenteil! Ich hab wieder mal eine Menge über meine Fähigkeiten und meine Grenzen gelernt. Und selbstverständlich kann ich nicht schlafen gehen, ohne wenigstens den Versuch gestartet zu haben, meinem gegrillten Gockel ein paar neue Flügel zu basteln.

Das Ding ist um fast zwei Seiten angewachsen - aber vielleicht brauchen Flügel ja eine gewisse Tragfläche... wer weiß?
Heute halte ich es noch unter Verschluss. Obwohl ich mir ehrlicherweise auch morgen nicht mehr Urteilsvermögen zutraue, als ich heute schon nicht hab.... Was bin ich doch froh über diese neue Exposé-Folterkammer! Meine masochistische Ader pulst! Fast so wie das Ding unter dem Bart meines Protagonisten.

Mal sehen, ob es hier irgendwann einmal heißt: Ente gut, alles gut!

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Hallo Gabi,

ich liebäugle ja auch stark damit, mich der Zermalmung in Folterkammer Nr.2 auszusetzen.

Noch traue ich mich nicht so recht. Ich habe ein MS in der Testleserschleife, wo alle paar Tage neue Anregungen reinkommen, und ein zweites, dessen Rohfassung ich mir in ein paar Wochen mal eben locker aus dem Ärmel schütteln will. Ich habe Angst, dass es zu viel wird, wenn ich mich jetzt auch noch in intensive Exposéarbeit stürze.

Andererseits ...keiner hat behauptet, dass es leicht werden würde! Notwendig und nützlich wär's. Also feige Bedenken beiseite und ab ins kalte Wasser?

Ich werde mal probehalber ein neues, zartes Exposéküken züchten ... keine Ahnung, ob das Kleine lebensfähig sein wird ...

Ich wünsche jedenfalls deinem angekokelten Gockel eine fulminante Wiedergeburt, mögen dem alten Phönix vor Neid die Federn ausfallen !! : )

Anonym hat gesagt…

Gabi,

da kommen einem ja beinah die Tränen! Exposes muss man nicht können. Das mein ich ganz ehrlich. Es ist natürlich praktisch, wenn man's kann. Aber das ist "mit der Bohrmaschine umgehen können" auch.

Sei deswegen nicht so geknickt. Es gibt sicher haufenweise Komponisten, die ihre Synfonien nicht nachpfeifen können. Warum sollten wir in der Lage sein, unsere 3-D-Universen platt zu bügeln und in Westentaschenformat zusammen zu falten?

Ich finde, das dürfen wir anderen überlassen. Wenn es denn echt nicht klappt.

Aber natürlich ehrt dich dein Ehr-Geiz und du weißt, wo du ein Auge findest, das deine Gockel beäugt...liebevoll und gnadenlos...

Bussi,

Ruth

teamor hat gesagt…

Meine Lieben,

so verzweifelt, wie das vielleicht in meinem Blogeintrag geklungen hat, bin ich gar nicht :-)
Es hat mich ja nicht unerwartet getroffen, dass diese erste Fassung totaler Mist ist. Schlimmer wäre es gewesen, wenn mein Roman die erste sternge Begutachtung nicht überlebt hätte. denn da war ich ja im grunde meines Herzens überzeugt davon, dass............ naja...... ihr wisst schon :-))
Ich liebe meine Texte immer (außer in Exposéform *lool*)

@ Sabine: Ich kann dir nur zureden, dich nicht davor zu scheuen. Es bringt wirklich unglaublich viel! Mir zumindest ist erst durch die Arbeit und die Watschen, die ich dabei einstecken durfte, klar geworden, wie ein Exposé überhaupt ausschauen soll :-)

@ Ruth: Und von dir lass ich mich überhaupt am liebsten abwatschen...

Herzliche Grüße
Gabi