Samstag, 20. Oktober 2007

Auf hoher See

Mir wird auf Schiffen immer übel. Es fehlt mir was im Ohr, hab ich mir sagen lassen.
In manchen Fällen hätte ich aber nur zu gerne noch viel weniger im Ohr. Dann müsste ich nicht hören, was so alles hinterrücks getratscht und gespeichelt wird. Auch wenn sich so manches Gerücht bei näherer Betrachtung als aufgeblasenes Hirngespinst entpuppt, drückt das Gewebe wie ein zu enger Kokon gegen meine Brust.
Ich würde gerne aussteigen. Aber noch ist die See zu rauh, das Schiffchen in der Talsohle und die Wellen wie Berge um mich aufgetürmt. Gebt mir noch ein bisschen Zeit. Dann will ich tapfer segeln, gegen jeden Schwindel, der mich (be)treffen könnte...

Kommentare:

Ursula hat gesagt…

Hi Gabi!

Das klingt ja gar nicht so gut ... nicht unterkriegen lassen, gell?

Alles Liebe
Ursula

Sabine hat gesagt…

Hallo Gabi!

Ui, das klingt aber schwer nach unnötigen Turbulenzen.

Du könntest dich natürlich in ein Rettungsboot setzen und dem Seemannsgarn und anderem Geschaukel einfach mittelfingerzeigend davonpaddeln.

Oder du lässt das Schmutzwasser an dir herunterrennen, bleibst stur ins Auge des Sturms hocken und wartest ungerührt auf schöneres Wetter.

Man muss sich natürlich immer fragen, ob der Aufwand und das Unwohlsein, die man in Kauf nimmt, in einem richtigen Verhältnis zum Ergebnis stehen.

Wenn am Ende der Fahrt genau ein solches Exposé an Land geht, wie du es dir vorgestellt hast, hat es sich gelohnt.

Meine Hochachtung für die Teilnahme an dieser Runde hast du. Wünsche guten, glimpflichen und fruchtbaren Abschluss derselben!

Alles Liebe!
Sabine

*eben noch zur Nachahmung entschlossen, jetzt schon wieder am Zaudern*

teamor hat gesagt…

Mein Lieben,

klar lass ich mich nicht unterkriegen, das ist eine Sache des Überlebenswillens. Und außerdem wird nichts so heiß gegessen wie gekocht - sagt schon meine Mutter immer.

@ Sabine: Lass dich nicht abschrecken, bei der wirklich genialen Exposé-Arbeitsgruppe mitzumachen! Meine Turbulenzen sind rein geschäftlicher Natur und haben nichts mit dem Workshop zu tun - ganz im Gegenteil! Ohne dieses Gegengewicht ginge es mir momentan psychisch bestimmt noch um ein Eckhaus übler.

Euer Zuspruch bläst Wind in meine Segel. Vielen Dank!
Seid herzlich umamrt
Gabi

Anonym hat gesagt…

Hallo Gabi!

Gegen akutes "Schwindel"gefühl auf hoher See hilft immer ein gezielter Blick zum Horizont. Hat man den vor Augen und läßt die Wellen und Wogen, die dieses Unwohlsein verursachen, außer Acht, verschwinden die Beklemmungen über Kurz oder Lang wie von selbst.

Starke Wellen verursachen in der Regel nicht viel mehr als Schaum....und auf Schaum sollten man nichts geben, den wenn das Meer sich beruhigt, löst sich Schaum meist in Nichts auf...

Liebe Grüße und immer den Blick zum Horizont...Heike

teamor hat gesagt…

Liebe Heike,

erst einmal ein ganz herzliches Willkommen! Du hast dich wirklich getraut, wie schön ;-))

Deine Worte tun gut - und du hast mein Problem auch bestens umrissen. Viel Schaumschlägerei, viel Wind aus der Gerüchteküche - und die hohen Wellen lassen mich nur schwer den Blick bis zum Horizont finden. Aber es dringen auch wundersame Stimmen durch das Gebrüll des Meeres. Da bin ich wieder froh um mein ansonsten doch recht passables Gehör ;-))

Herzlich
Gabi