Montag, 26. November 2007

Aufgeklaubt und zusammengepuzzelt

Novembernebelsonnenlichtmangeldepressionen schaffen es, nicht nur mich aus dem Tritt, sondern auch meine Schreib- und Blogstatistik massiv unter den Schnitt zu drücken.
Zehn Tage Einzelhaft - eingesperrt in trüben Selbsterniedrigungsgedanken - können schon schwer auf die Psyche gehen. Auch wenn es objektiv betrachtet keinen fassbaren Grund dafür gibt, schert sich die Flüsterstimme im Ohr einen nebelfeuchten Dreck drum.
So viel Schokolade gibts in meinem Haushalt nicht, um den akuten Endorphinmangel ausgleichen zu können.

Dieses Wunder vollbringen Hände, die sich mir ins schwarze Loch entgegenstrecken.
Stimmen, die durch die Nebel dringen.
Freunde, die einfach da sind und sich nicht durch mein Heulen abschrecken lassen.
Menschen, die diese Auf- und Niedergänge nicht nur nachfühlen können, sondern sie am eigenen Leib erfahren haben.
Ihr Voranschreiten, ihre Erfolge, ihr Zuspruch und ihre Freundschaft sind Sonnen, die den zähen Novemberdepressionsnebel durchdringen. Ihr Leuchten klaubt mein zerbröseltes Selbstwertgefühl auf und setzt es Stückchen für Stückchen wieder zusammen.

Euch will ich heute danken - noch ein bisschen schwankend, aber immerhin wieder auf den Beinen. Wie gut, dass es euch gibt...

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Die Novembernebelsonnenlichtmangeldepression (schönes Wort!) schafft mich auch gerade, verbunden mit einer abklingenden Bronchitis. Deshalb werde ich meinen Körper austricksen, und mich heute in die Sauna flüchten, bis ich die Kälte aus mir vertrieben habe...
Depressionen sind so furchtbar deprimierend, vor allem, weil ich dann nur noch schlecht arbeiten kann, was mich noch mehr deprimiert (und wenn ich krank bin, kann ich gar nicht mehr arbeiten).

Aber es gibt wieder ein wenig Linderung... ich habe gestern bei einem Spaziergang kurz die Sonne gesehen, bevor er geregnet hat, und
kann auch wieder arbeiten. Die Sehnsucht nach Sonne ist wieder da.

Gruss Thomas

Jan hat gesagt…

Wie schön, daß Du wieder da bist, Gabi! :)

Hab gestern nacht noch lange in Deinem Krimi gelesen; sobald ich die Kurve krieg, gibt's ausführliche Rückmeldung.

Herzlich,
Jan

Ed hat gesagt…

Es gibt momentan offenbar 2 Autorenkrankheiten: Depressionen und Lungenprobleme aller Art. Nachdem ich auch bei beiden unfreiwillig zugefasst habe, kann ich nachvollziehen, wie's Dir geht.

Ich selbst kämpfe momentan vehement gegen die "bevorstehende Weihnachtstrubel"-Depression, mit wechselndem Erfolg.

Allerdings weiß ich, dass ich schon im Jänner wieder ein Grüppchen ganz besonderer Menschen treffen und mich mit ihnen austauschen werde, mit ihnen lache, leide, philosophiere, und die Welt verbessere.

DAS hält mich aufrecht, und hilft mir, die nächste Zeit zu überstehen.

Du bist einer dieser Menschen, und ich weiß, dass Du Dich auch schon irre darauf freust.

Also lass uns gemeinsam die üblen Gedanken wegwischen, damit die Vorfreude ihren Platz einnehmen kann.

Jeder Tunnel hat mal ein Ende.

Knuddelgruß,

Ed


P.S.: Außerdem steht noch mein Beitrag beim Workshop an, da gibt's dann jede Menge zu lachen. ;-)

Anonym hat gesagt…

Liebste,

ich hab mich gar nicht mehr her getraut...jedesmal schlug mir die zartbittre Ohrfeige ins Gesicht.

Jetzt luge ich durch ein ganz kleines Internet-Explorer-Fenster bei dir rein und nun scheint die Sonne wieder! Wie wunderbar! Jetzt muss ich noch schnell den neuen Eintrag lesen...

sonnige Umarmungen,

Ruth