Dienstag, 28. August 2007

Stammel-Stummel

Im Urlaub hab ich Alices "Blackout" gelesen - zur Einstimmung und Inspiration für meinen Krimi-Ausflug. In einem Zug hab ichs verschlungen (Also, nein - nicht in der Bahn. Schon im Zimmer. Auf dem Bett liegend. Und teilweise sogar auf dem Balkon. In der Abendsonne. Aber OHNE PAUSE, meine ich. Weils so spannend war...)
Und ehrlich, ich bin total begeistert davon! Das Tempo, das Feeling fürs Setting, der Stil - federleicht, rassig und echt unterhaltsam. Natürlich hab ich ihr das auch in ihrem Blog geschrieben. Und auch, dass ich sie dafür bewundere, wie unkompliziert das Schreiben bei ihr wirkt. Ihre Antwort war tröstlich. Der Weg zum Einfachen geht auch bei ihr über Stock und Stein. Dass es ihr gelingt, schlussendlich die Unverkrampftheit so gut rüberzubringen, lässt mich hoffen und nicht aufgeben.
Es kann funktionieren.
Mit Einsatz, Geduld und Übung werden irgendwann auch aus meinen Stammel-Stummeln die richtigen Worte zu den Filmen, die ich zuvor in meinem Kopf ablaufen gesehen habe...

1 Kommentar:

Alice hat gesagt…

Deine Stammel-Stummel sind meine Schotterpisten aus dem australischen Outback :-)

Meine Rohfassungen bekommt niemand zu sehen (ich glaube, man würde man würde mich glatt verhaften für diese Verbrechen). Erst wenn ich geschliffen und geschliffen und nochmals geschliffen habe, gehen meine Texte an eine Testleserin, die alles gnadenlos auseinandernimmt ("Denkst du wirklich, das der das jetzt tun würde?" / "So etwas würde die nie sagen" / "Hier kann dir der Leser nicht folgen" usw. usw.). Diese Anregungen und Anmerkungen lassen mich dann zu Hochform auflaufen, weil ich weiss, wo ich den Hobel ansetzen muss. Dann wird nochmals ... ähm, richtig geraten ... geschliffen und geschliffen und geschliffen. Wenn ich dann denke "so, jetzt ist es vorzeigefähig", geht es an das Lektorat, wo eine sehr nette Lektorin den Text auseinanderbeinelt und mir nochmals wertvolle Hinweise gibt.

Kurz und gut: Was auf dem Papier so locker daher kommt, ist hart erarbeitet. Es ist wie das Hobeln und Schleifen und dann Feinschleifen eines schönen Holzgegenstandes.

Ich denke, das ist bei fast allen Autoren so. Schreiben ist nicht nur Kreativität, es ist auch ganz viel Handwerk.

So lass uns in die Hände spucken und weitermachen :-)))

Alice