Samstag, 15. Oktober 2011

Rückblick & Vorarbeit

Die beiden Lesungen in Linz waren wirklich toll!
Eine extrem genial organisierte Veranstaltung (tausend Mal danke, liebe Sabine Weissensteiner von der Buchhandlung Fürstelberger, die wirklich an jede Kleinigkeit - wie Stadtplan, Wegbeschreibung und sogar die Straßenbahn-Fahrkarte - gedacht hat!). Ein junges Publikum, das engagiert und interessiert bei allen meinen Fragen, Aufforderungen und Vorschlägen mitgegangen ist. Nette und lustige Gespräche abseits der eigentlichen Lesung. Und ein paar vielversprechende junge schriftstellerische Talente, denen ich anmerken konnte, wie ernst ihnen ihre Ambition zum Schreiben wirklich ist (Servus, Anna ;-))

Es hat ja schon am Vortag äußerst inspirierend begonnen: Nach ein bisschen navifehlgeleiteter Irrfahrt habe ich das schon vorsoglich gebuchte Hotel erreicht. Der sehr um mich und meine Abendgestaltung bemühte Hotelmanager hat mir nicht nur Tipps für ein vollendetes Menü und sonstige Linzer Spezial-Angebote gegeben, sondern mir auch ein außergewöhnliches Themenzimmer zugewiesen: Ich durfte die (kurze) Nacht vor meinem ersten Linzer Auftritt im "Kamasutra-Zimmer" verbringen - was sehr schnell nach dem ersten Lachanfall die Gedankenmaschinerie in Gang setzte.
Wen verwundert es also, dass ich am nächsten Morgen (wie erwartet) nicht unbedingt vollständig ausgeschlafen den Weg zum Lesungsort angetreten haben ...

Doch es bleibt nicht viel Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen.
Schon nächsten Donnerstag beginnt mein Krimi-Workshop in der Steiermark. Und dafür habe ich heute mit meinem Konzept begonnen. Das erste sichtbare Ergebnis:

Meine Mädels und Burschen brauchen unbedingt als Grundausstattung ein sogenanntes Notiz-Gedanken-Kritzel-Buch. Für jede der geplanten 6 Gruppen hab ich also je vier Schreibbücher mit ähnlichem Themen-Cover besorgt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ohne dieses wichtigste aller Schreibuntensilien unmöglich ist, einen Krimi zu entwefen.

So psychologisch gestärkt habe ich mir anschließend Gedanken um die weiteren Details gemacht: Wo und wie fang ich an? Müssen die angehenden Krimi-Autoren etwas vom Plotten, Drei-Akt- oder Schneeflocken-Modell wissen? Soll ich sie in die raue Wirklichkeit des einsamen Autorenlebens einweihen, oder ihnen die Illusion vom Bestseller-Produzenten mit Villa und Chauffeur lassen? Springen wir gleich in Medias Res, oder schwadroniere ich erst einmal ein bisschen in Fachchinesisch, um den Hauch von Wichtigkeit vorzutäuschen?
Fragen über Fragen ... und ein Haufen angefangener Konzept-Fragmente. Schlagworte wie "Brainstorming", "Am Anfang braucht man eine gute Idee", "Lerne dein Personal kennen und setz dich mit ihm an den Küchentisch" ... Das ist das Ergebnis meines ersten Tages.
Aber ich gebe mich noch nicht geschlagen.
Immerhin habe ich die Kritzelbücher! Und das ist für den Anfang schon nicht so schlecht ...

Kommentare:

AnnetteWeber hat gesagt…

Diese wunderschönen Bücher wäre für mich das Argument, sofort dabei zu sein. Da läuft doch schon alles wie von selbst.
Dir alles Gute, und ich bin gespannt, was du noch so zu erzählen weißt.
Annette

teamor hat gesagt…

Danke, liebe Annette! Sollte mir bis Donnesrtag nichts Brauchbares einfallen, verlass ich mich auf deine freundliche Einschätzung ;-)) Ich werde auf jeden Fall weiter berichten!

Hezlich
Gabi