Sonntag, 27. April 2008

Tag 2 - Brainstorming

Noch bin ich einer Lösung des Problems "sie kennt ihn - sie kennt ihn nicht" keinen Schritt näher gekommen.
Aber der "Gehirnsturm" ist auch noch nicht zum Orkan angewachsen :-)

Wenn ich nicht den gesamten Plot auf den Kopf stellen will, gibt es für mich im Moment eigentlich nur eine mögliche Denkrichtung. Ich muss einen Grund finden, warum sie den Mann nicht kennen kann. Einen, der sich nicht wie an den Haaren herbeigezogen anfühlt. Der nicht verrät, dass ich im Nachhinein an einem Logikfehler herumgedoktert habe.

Beim Brainstormen soll man ja grundsätzlich alle Ideen zulassen. Auch die wirklich GANZ BLÖDEN. Das kommt dem Tipp schon ziemlich nahe, einfach so drauflos zu schreiben, ohne sich Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Worte zu machen.
Skurrilles Resumée? (Willkürlich ausgewählt :-))
- Charlie darf ihre Freundin nur heimlich besuchen und trifft deshalb nie auf andere Bewohner/Benützer/Besucher des Hauses
- Sie kommt vorzugsweise immer nur nachts (und die Straßenlaterne ist praktischerweise seit Jahren kaputt)
- Sie ist blind/taub (was schon gar nicht funktionieren kann - aber das macht nichts)
- Sie besucht sie eigentlich gar nie (nur diese eine Mal, wo ihr dann ausgerechnet der fremde Mann in die Quere kommt), weil sie vor dem unheimlichen Vater Angst hat
- Sie besucht sie auch dieses eine Mal nicht, sondern Josh kommt, wie sonst auch immer, zu ihr.
- Sie darf sie gar nicht besuchen, weil Joshs Vater seiner Tochter jeglichen Privat-Kontakt verbietet (glaubt mir auch keiner...)
- Joschs Zimmer hat einen eigenen Aufgang, so muss Charlie nie durch das Haus gehen - sieht deshalb auch keine Menschenseele

Was wirklich Brauchbares sprudelte leider nicht aus dem enthemmten Gehirn...

Auf die Alternative, was mit dem Plot passieren muss, wenn sie ihn DOCH kennt, werde ich morgen meinen Hirnsturm ansetzen. Ob dabei was Vernünftigeres rauskommen wird?
Man darf gespannt sein.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

darf ich mitmachen?:

***Sie sind ganz "frische" Freundinnen und kennen sich erst seit kurzen.

***Mein All-Time-Favorite: Sie trifft IHN gar nicht :) und trotzdem funktioniert alles...

Wie auch immer du dich entscheidest: Ich finde es großartig, dass es jetzt wieder was zu entscheiden gibt! Du wirst die richtige Lösung für Charlie finden, da bin ich ganz sicher.

Motivations-Bussi

Ruth

Anonym hat gesagt…

Hallo Gabi,

ich kenne ja die Zusammenhänge der Geschichte nicht wirklich, aber vielleicht kümmerte ER sich bisher ja auch nur aus der Ferne um die Freundin, brieflich oder so, und war aus diesem Grund noch gar nicht ein so oft zu sehender Gast im Haus.

Lieben Gruß aus GÖ, Heike

teamor hat gesagt…

JAAA!! Bitte mitmachen! :-)))
Ich freu mich wie ein kleines Kind, dass es endlich wieder was gibt, worüber ich mich mit den Menschen austauschen kann, die meine Leidenschaft (in einem wahren Sinn, wie ihn nur Gleichgesinnte verstehen) mit mir teilen.
lso: Jeder Sturm eurer Gehirne ist mir herzlich willkommen!!!

Danke!!!
Bussi
Gabi

Ursula hat gesagt…

Gabilein!

Ich kenne ja den Plot nicht, aber (mal dreist von mir auf eine Romanfigur geschlossen) - könnte Charlie kurzsichtig sein? Und ihre Brille nicht auf, respektive die Kontaktlinsen nicht drin haben? Wenn ich nicht verlinst bin, erkenne ich auf zehn Schritte Entfernung NIEMANDEN! (das kann superpeinlich sein).

Ach, und schön, dass du wieder um deine Texte kreist, ich wusste es doch :-)))

Bussi
Ursula

Petra hat gesagt…

Hier hirnstürmt eine ohne blassen Schimmer, die nur rekonstruiert hat: Haus beinhaltet Charlie's Freundin, Josh und Fremden.

- es ist eins dieser anonymen Riesenhäuser, wo man sich beim Entdecken einer Leiche fragt, seit wann der tote Kerl eigentlich da wohnte.
- Der Fremde verlässt das Haus grundsätzlich nur als Frau.
- Der Fremde ist leidenschaftlicher Kletterer und steigt grundsätzlich nur Fassaden hoch.
- Der Fremde hat eine Wohnung mit eigenem Eingang und plötzlich klemmt der Fahrstuhl zum Penthouse.
- Der Fremde geht durch die Kellertür, weil er dort ein heimliches Hobby pflegt.
- Charlie ist verdammt kurzsichtig oder hat die Lesebrille auf.
Charlie ist gesichtsblind.
- Charlie achtet nicht auf fremde Leute.

Meine zwei Cents zum fröhlichen Sonntag,
Petra

PS: Die zwei sind sich schlicht noch nie über den Weg gelaufen: natürliche Lösung. (Ich besuche oft Leute in einem Mehrfamilienhaus, seit vielen Jahren - ich habe noch nie Mitbewohner angetroffen).

Anonym hat gesagt…

Ich muss mich noch mal einmischen (muss ich natürlich gar nicht, aber du kennst mich...).

Meine ketzerische Frage lautet: Wozu soll die Szene dienen?

Mein Eindruck (jaaa, ICH habs gelesen, ääätsch!) war, dass in diesem Moment vorbereitet werden sollte, dass Charlie sich später, wenn "der Russe" wieder auftaucht, denkt: "Obacht! Den haste doch schon mal gesehen! Wo war's doch gleich...?"

Wenn sie ihn aber ohnehin von Josh schon seit Jahren kennt, dann braucht es diese vorbereitende Szene gar nicht. Sondern Charlie kann dann an späterer Stelle gleich den Atem anhalten und inhalierend flüstern: "Das ist doch Alexeij!"

Ich gebe aber zu, dass ich nicht mehr so ganz textfest bin und vielleicht etwas übersehen habe. Wenn du der zum Brainstormen in den Startlöchern stehenden Gemeinde aber noch mal verdeutlichen würdest, was genau da vorbereitet und später aufgelöst werden soll, können wir mit frischem Mut weiter versuchen, nützlich zu sein :)

Bussi,

Ruth

Petra hat gesagt…

Ja dann habe ich die ultimative Lösung! "Der Russe", Alexej, kommt nämlich in meinem Roman (Lavendelblues) vor. Und ist da öfter abwesend. Vielleicht könntest du ihn einfach von Roman zu Roman wandern lassen?

Aber Achtung! Dann hat Mascha vielleicht noch ein Wörtchen mitzureden.

Und hieß der jetzt eigentlich Alexej oder Andrej... ich muss mal nachschauen... irgendwie ist er mir entfleucht ;-)

Amüsierte Grüße,
Petra