Montag, 14. Dezember 2009

Kindergeburtstag








Gnadenlos zuverlässig bestätigt mir der Geburtstag meines Töchterleins, dass wieder ein Jahr vergangen ist! Traditionell gab's wieder eine "Thementorte" - diesmal eine Anspielung auf das kommende Auslandssemester in Dänemark ... und auch auf die Gefahr hin, dass in meinem Schreiblog bald mehr Bilder als Text zu finden ist, möchte ich euch mein "Meisterwerk" nicht vorenthalten :-))
Happy Birthday und viel Erfolg in Dänemark!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Bookparty-Report
















Aufgrund von akuter Post-Party-Erschöpfung erst einmal ein paar optische Impressionen ...
Es war einfach genial!
Details folgen, sobald ich meinen Mindestschlaf-Status wieder erreicht habe :-)





Samstag, 5. Dezember 2009

Lesungen - yeah!

Die beiden kommenden Tage sind jetzt einmal damit ausgefüllt, die Ergebnisse so mancher durchwachten und durchschriebenen Nacht unters Volk zu bringen.
Heute freu ich mich schon total auf Eva Baronskys "Herr Mozart wacht auf", den sie - wie wunderbar passend genau zu seinem Sterbetag - in der Bösendorferfabrik in Wien präsentieren wird.

Schade finde ich nur, dass sie dann übermorgen schon wieder abgereist sein wird und mich nicht mit einem Gegenbesuch bei meinem Buchfest beglücken kann.
Dass ich gerade mal noch schlappe 52 Stunden für die Vorbereitungen habe, jagt mir jetzt zwar kurz einen Schauer über den Rücken - wo ich doch immer noch nicht so genau weiß, welche Stellen ich jetzt wirklich vorlesen will - und vor allem welche Überleitungen zwischen den einzelnen Abschnitten die Richtigen sind! Bring ich die Leute zum Lachen? Oder erzähle ich was von der Entstehungsgeschichte? Was brauchen sie, um sich einerseits auszukennen, andererseits aber nicht gespoilert zu werden? Das liegt alles noch ziemlich im Nebel ... Aber ich weiß, dass trotz allem Stress letztendlich die Freude darüber überwiegt, mit einem Großteil meiner Freunde das erste gedruckte Buch meines Lebens willkommen zu heißen.

Und zwischen all den Aufstrichen, Brötchen und Kuchenbröseln köcheln die fehlenden Zutaten meines hass-geliebten Liebesromans, die darauf warten, in Form gegossen zu werden.

Wenns kommt, dann offenbar immer alles auf einmal ...

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Gefallen ...

Gefallen -
ein Wort, dessen manchmal regelrecht konträre Bedeutung sich erst aus dem Zusammenhang erschließt.

Es hat gefallen - fein!
Es ist (durch)gefallen - autsch ...

Tu dir selbst einen Gefallen - lass dich nicht fallen, nur weil das nicht gefallen hat, was für dich ein so klarer Fall von "absolut geglückt" war! Welch fatale Falle!

Ein und dasselbe Wort kann so völlig konträre Auswirkungen haben.
Gemessen an der langen Schweigezeit war das Gefälle entsprechend steil, über das ich gefallen bin.
Statt zu gefallen, hat mich meine Herzgeschichte fallen gelassen. So besonders tief, weil ich mich gerade in so euphorischen Höhen befunden habe, dass mich die Ablehnung völlig unvorbereitet erwischt hat.

Aber jetzt ist es Zeit, dem gefallenen Engel die Flügel zu kitten.
Es ist keine Schande, zu fallen. Zerstörerisch ist es nur, liegen zu bleiben.
Auch wenn der erste Schritt verdammt schwer ist und der unerwartete Verriss mich so richtig mürbe gemacht hat. Ich will wieder hinauf. Damit aus dem vermurksten Fall irgendwann doch das ersehnte Gefallen wird ... und wenn ich dafür schreiben muss bis zum Umfallen ...

Mittwoch, 11. November 2009

Vorbereitungen

Auch wenn das Fest erst am 7. Dezember steigt, nimmt es einen großen Teil meiner aktiven und gedanklichen Wachzeit in Beschlag. Den Trailer hab ich nach ein paar technischen Anfechtungen bereits fertig gestellt. Die Excel-Liste füllt sich langsam mit Zu-, Ab- und Vielleichtsagen.
Von 182 ausgeschickten Einladungen habe ich bisher 40 fixe Zusagen bekommen.
Ich spüre ein klitzekleines Flattern in dem undefinierten Bereich zwischen Herz, Bauch und Seele.
So sehr freue ich mich auf mein Fest.
Ich liebe diese aktive Nervosität, die Kreativität aus allen Poren presst.
Mit süß-klebriger Vorfreude entwerfe ich die Cocktail-Getränkekarte. Erstelle kilometerlange Listen von Fingerfood-Häppchen, die in der realistischen Vorbereitungszeit von ein bis zwei Tagen herzustellen wären. Überlege, ob ich eh niemanden vergessen hab einzuladen, auf dass er mir auf ewig böse wäre. Grüble, ob die paar Absagen, die bisher erklärungslos eingetrudelt sind, womöglich persönliche Gründe haben könnten. Strahle, wenn mir meine Tochter erzählt, dass ein Freund von der Uni sich mein Buch gekauft und noch in der U-Bahn zu lesen angefangen hat. Und dass er auf jeden Fall auf mein Fest kommen will, um sich eine Widmung abzuholen. Mein Herz hämmert, weil mir zu Ohren gekommen ist, dass Jugendliche sich aus einem großen Pool von Jugendbüchern meines ausgewählt haben, um es zu diskutieren. Und dass sie Gefallen daran gefunden haben.
Alles an und in mir fühlt sich gerade "hyper" an.
In meinem momentan ans Geniale grenzende 3D-Lebens-Puzzle fehlt nur noch ein erster Kommentar des Verlags zu meiner Herzgeschichte. Und mir wird klar, dass ein wesentlicher Teil meiner brodelnden Energie immer noch von der Schreibarbeit an meinen Herzkindern herrührt.
Und lehne mich zurück und atme mit geschlossenen Augen durch.
Dankbar. So sehr dankbar dafür, dass ich das alles genau so (er)leben darf.

Freitag, 6. November 2009

Nervöses Warten

Vor einer Woche hab ich meine Herzkinder an den Verlag geschickt.
Gefühlte 253.425 Mal hab ich inzwischen in den Mail-Empfangsordner geschaut - obwohl ich inzwischen doch schon wissen sollte, dass ich 1.) nicht die einzige Autorin bin, die zum 1. November angegeben hat und 2.) das ganz normal ist, dass meine Lektorin nicht innerhalb einer Woche ein Feedback gibt.
Trotzdem.
Eine Woche Entspannen und Gutfühlen und Zufriedensein ist genug. Jetzt will ich wieder Stoff geben!

Das bringt mich zu meinem neuesten Vorhaben.
Nach vielfacher Aufforderung aus dem Freundeskreis habe ich die Idee geboren, für meine Schachzüge eine "Welcome-to-Earth-Bookparty" zu geben - vorzugsweise in einer Buchhandlung, in der ich eine kleine Erstlesung mit Signierstunde abhalten könnte. Mir schwebt so ein richtiges Happening vor - mit Präsentation, Buffet, Musik ... echt Party eben!
Aber wie stelle ich das an, eine Buchhandlung dazu zu bewegen, mir ihre Location zur Verfügung zu stellen? Ich kann ja nicht gut in das nächste Bookstore gehen und sie mit einem "Hey, Leute! Wisst ihr schon? Bei euch steigt demnächst ein Megaevent!" beglücken ... Oder doch?

Zumindest überbrücke ich mit solchen schwerwiegendenen Überlegungen die nächsten Minuten bis zum nächsten Kontrollblick in meine Mailbox ...

Freitag, 30. Oktober 2009

Sichtbares Zeichen

Ich habs gerade erst entdeckt: Seit 26. Oktober haben meine Schachzüge eine erste Kundenrezension! Und das Schönste daran: Ich kenne den Verfasser nicht - oder kann das zumindest nicht auf den ersten Blick sagen. So haben diese ersten fünf Sterne nicht den Geruch eines Gefälligkeits- oder Freundschaftsdienstes. Und das macht mich wahnsinnig glücklich!
Ich musste es natürlich gleich laut vorlesen - und hab dabei ordentlich rote Ohren gekriegt vor Begeisterung.
Was bin ich froh, dass die erste sichtbare "nicht-familiäre" Reaktion so positiv ausgefallen ist! Mir ist bewusst, dass es durchaus auch anders hätte kommen - oder - was beinahe genauso schlimm gewesen wäre - völlig ohne irgend einen Kommentar hätte bleiben können.
Ich fühle mich, als wäre ein Bann von mir genommen ... was auch immer noch weiter passiert, der erste Ruf aus dem unsichtbaren Pool namens "Leserschaft" war ein freundlicher. Und das macht mich ordentlich glücklich!

Montag, 26. Oktober 2009

Reisefertig

Die Arbeit an diesem Roman hat viel von mir gefordert.
Abgesehen von meinem zweiten Anlauf (für den er nichts kann), habe ich das letzte Monat meine Sozialkontakte auf ein Minimum beschränkt, meine Familie auf Tiefkühlkost-Selbstversorger umgestellt, meine Schreibzeit gegen den Morgen ausgedehnt und meinen Arbeitgeber mit plötzlichen Einschlafattacken zur Verzweiflung gebracht.

Aber es hat sich sowas von gelohnt!
Heute liegt er (virtuell) vor mir: 211 Seiten, gestriegelt und gebürstet. Auf Herz und Nieren geprüft und in das erstere geschlossen. Ich bin einfach nur glücklich, diesen Roman geschrieben zu haben.

In der Rückschau muss ich sagen, dass gerade die Arbeit an diesem Buch tiefe Spuren bei mir hinterlassen hat (abgesehen von den dunklen Augenringen und den Falten im Gesicht :-)).
Die Recherche zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien, und besonders die Geschehnisse in Bosnien haben mich nicht nur betroffen gemacht, sie haben mich sensibilisiert. Für die Lebensbedingungen der damaligen Flüchtlinge in unserem Land einerseits, aber auch die Zustände, die heute noch, 14 Jahre nach Ende des Kriegs, immer noch an den ehemaligen Kriegsschauplätzen herrschen.
Ich habe eine tolle Organisation kennengelernt und mit vielen großartigen Menschen Kontakt aufgenommen. Ich höre Nachrichten mit anderen Ohren. Begegne den Menschen in unseren Straßen mit anderen Augen.
Mein Herz schlägt schneller, wenn ich erfahre, dass einer der Redelsführer des Massakers von Srebrenica sich vor dem Gerichtshof in Den Haag verantworten muss. Ich lebe mit den Angehörigen mit, die auf eine späte Gerechtigkeit hoffen.

Aber das Eindringen in die Geschichte eines unserer Nachbarländer war nur die eine Facette.
Die andere war ein hautnahes Einlassen auf die Figuren, die ich in die Welt gesetzt hab. Das heißt: Eigentlich haben sie mich gefunden. Wahrscheinlich gab es sie schon längst und ich hab ihnen nur eine Plattform geboten, auf der sie sich artikulieren konnten.
Es war ziemlich harte Arbeit, ihnen wirklich genau zuzuhören. Und ohne die mahnende Stimme meiner einzigartigen Testleserin hätte ich mich noch hundertmal davor gedrückt, ihre wahren Höhen und Tiefen auszuloten und ihnen damit gerecht zu werden.

Jetzt aber sind sie fertig.
Und ich hab das Gefühl, es sprengt mir den Brustkorb vor Freude, dass ich sie geboren habe.
Noch lege ich markantes Gluckenverhalten an den Tag. Ich kann nicht gleich loslassen und sie wegschicken. Ein bisschen will ich sie noch für mich behalten. Unangetastet und in weicher Eierschale.

Aber morgen gehen sie dann ihren Weg.
Wenn ich es schaffe, auf den Senden-Knopf zu drücken.
Ich habe keine Angst, dass sie sich nicht zurechtfinden könnten.
Ich habe Angst, dass sie niemand so verstehen kann, wie ich!
Aber an diese Möglichkeit werde ich mich wohl gewöhnen müssen ...

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Ich kann lesen!

Naja - das ist also grundsätzlich nichts Besonderes. In unserer westlichen Zivilisation sollte es sogar angestrebter Standard sein.
Warum also bemühe ich meinen Blog mit einer solchen Sebstverständlichkeit?

Heute Vormittag kam ein Anruf vom Institut für Jugendliteratur.
Ein eloquenter Herr stellte sich als Mitveranstalter der jährlich in Wien stattfindenen Literaturwoche vor und beschrieb mir in weitreichenden Ausführungen Sinn, Zweck und Anliegen dieser Förderung der Lesefreudigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Geduldig lauschte ich, während in meinem Hirn bereits ein erster Wissensabgleich stattfand.
Bei der Erwähnung der Location - Palais Auersperg - schlossen sich die letzten losen Synapsenenden zu einer beglückenden Erkenntnis: Ich bin eingeladen, bei der Literaturwoche aus meinen "Schachzügen" zu lesen! An der Seite von so illustren Autoren wie Christine Nöstlinger und Ursula Poznanski (juhu!!!) habe ich am 11. oder 12. März 2010 50 Minuten, um einem mehr oder weniger aufmerksamen, aber auf jeden Fall zahlreichen Publikum der Altersklasse zwischen 13 und 15 Jahren einen ordentlichen Gusto auf meinen Jugendkrimi zu machen.

So hoffe ich also, dass ich dann nicht nur lesen darf, sondern es auch so überzeugend kann, dass die Kids in die nächste Buchhandlung stürmen, um zu erfahren, was denn nun weiter mit Josch, Charlie, Matt und Mel passiert.

Wenn ich einen Tag in diesem Jahr zum Kaiser der beglückenden Ereignisse wählen dürfte, dann zählt der 21. Oktober auf jeden Fall zu den Top-Favorites!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ein erstes Grob-Fertig!

Ich fass es kaum.
202 Seiten. 310.000 Zeichen.
Die letzten Stunden war ich in einem Rausch.
Gegen Halbzwei dachte ich kurz daran, das letzte Kapitel auf morgen zu vertagen. Doch es ging mir wie mit der Tafel Schokolade neben meiner Tastatur.
"Nur ein kleines Stückchen noch ..." und plötzlich ist sie ratzeputz weg ...
"Nur diese Szene noch ..."

Ich schwebe. Hab keine Ahnung, wie ich jetzt auf ein Niveau runterkomme, auf dem Schlaf kein Fremdwort ist.
Auch wenn ich weiß, dass ich morgen mit strengem Prüfblick das nächtliche Werk auseinander nehmen werde - ich hab einen Schluss, der eine feine Gänsehaut auf meiner Seele hinterlässt.

Es gibt noch ein paar Szenen, an denen ich ein bisschen feilen will. dAs weiß ich jetzt schon.
Aber für heute fühlt es sich phantastisch an.
Fertig.